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2-4-1-BKS-LMBV-Senftenberg
Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) als privatrechtlich organisiertes Unternehmen der öffentlichen Hand ist der Projektträger der Braunkohlesanierung.

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) wurde am 9. August 1994 von der Treuhandanstalt als Gesellschaft für den Auslauf- und Sanierungsbergbau in den Braunkohlenregionen der Lausitz und Mitteldeutschlands gegründet. Sie befindet sich im Besitz der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen. Die LMBV ist der Rechtsnachfolger der Braunkohlenkombinate der DDR und demzufolge das bergrechtlich verantwortliche Unternehmen für die Braunkohlesanierung.

Die Tätigkeit der LMBV erstreckte sich zunächst auf die Leitung und Koordinierung des auslaufenden Braunkohlenbergbaus in der Lausitz und in Mitteldeutschland. Abschlussbetriebspläne wurden erstellt und die Auslaufbetriebe auf die bergbauliche Sanierung ausgerichtet. Die letzten Produktionsstätten wurden Ende 1999 außer Betrieb genommen. Seither liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten im Sanierungsbergbau, d. h. in der Wiedernutzbarmachung und Verwertung der vom Braunkohlenbergbau in Anspruch genommenen Flächen. Damit werden zugleich Voraussetzungen zur umfassenden Umstrukturierung und Gesundung der ehemaligen Bergbauregionen geschaffen. Seit dem 01.01.2007 befindet sich der Sitz des Unternehmens und die Revierleitung Lausitz in Senftenberg, die Revierleitung für Mitteldeutschland in Leipzig.

Im Jahr 2014 erfolgte die Verschmelzung der LMBV mit der GVV – Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH mit Sitz in Sondershausen, in deren Rechtsverantwortung die Verwahrung der stillgelegten Kali-, Spat- und Erzbergwerke im Osten Deutschlands erfolgt.

Die Aufgaben der LMBV umfassen folgende Schwerpunkte:

  • Wiedernutzbarmachung der vom Braunkohlenbergbau in Anspruch genommenen Flächen
  • Betreiben der Braunkohlesanierung als bergrechtlich verantwortliche Projektträgerin inklusive Planung, Ausschreibung, Vergabe, Kontrolle und Abnahme der Sanierungsarbeiten mit dem Ziel der Beendigung der Bergaufsicht
  • Verwahren von untertägigen Bergwerken des stillgelegten Kali-, Spat- und Erzbergbaus
  • Verwertung und Vermarktung der für Folgenutzungen aufbereiteten Liegenschaften mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den Natur- und Wirtschaftskreislauf, um unter anderem Arbeitsplätze anzusiedeln
  • Planen und Durchführen von Gefahrenabwehrmaßnahmen gegen die Folgen des bergbaubedingten Grundwasserwiederanstiegs
  • Projektträgerschaft im Auftrage der Länder für nachnutzungsorientierte Projekte

Mit heute rund 700 Mitarbeitern verfügt das Unternehmen über die notwendigen ingenieurtechnischen, betriebswirtschaftlichen und gewerblichen Kompetenzen und Erfahrungen zur genehmigungsrechtlichen Vorbereitung, Planung, Vergabe und Kontrolle aller Leistungen zur Sanierung, Wiedernutzbarmachung und Vermarktung der bergbaulich beanspruchten und inzwischen stillgelegten Betriebe des Braunkohlen-, Kali-, Spat- und Erzbergbaus in den ostdeutschen Bundesländern.

Weitere Informationen

Download

Zwei Jahrzehnte Braunkohlesanierung - Eine Zwischenbilanz

Zwei Jahrzehnte Braunkohlesanierung – Eine Zwischenbilanz, Publikation der LMBV, 2010

Link zur LMBV-Webseite

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