Dimensionen

Die großen Tagebaue hinterließen nicht nur Wunden in der Landschaft von bis zu 80 Metern Tiefe. Um die Rohkohle überhaupt fördern zu können, war das Grundwasser um die Tagebaue jahrzehntelang abgesenkt worden. Bis Anfang des neuen Jahrtausends wurden in Mitteldeutschland 477 km² Land durch den Abbau der Braunkohle in Anspruch genommen. Dabei entstand ein Grundwasserabsenkungstrichter von einer Größe von 1.100 km². In der Lausitz beanspruchte der Braunkohlenbergbau 814 km². Der Grundwasserabsenkungstrichter in der Lausitz umfasste 2.100 km².

Sanierung Schwarze Pumpe 2001 (© LMBV/Archiv)

Tgb Greifenhain Sommerwiese 1999 (© LMBV/Archiv)

In den Jahren 1990 bis 1999 wurden in beiden Revieren insgesamt 31 Tagebaue stillgesetzt und 43 Veredlungsstandorte stillgelegt. Die Gesamtfläche der nicht weiter zu betreibenden, sondern zu sanierenden Areale und Anlagen des Braunkohlenbergbaus betrug über 1.000 km². Zur Umsetzung der Sanierungsarbeiten wurden durch die eigens vom Bund für diese Aufgabe gegründete Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) in den zurückliegenden Jahren 177 Abschlussbetriebspläne erarbeitet, von denen bereits 176 genehmigt sind. Darüber hinaus ist in Verbindung mit der Flutung der Tagebaurestlöcher die Durchführung von insgesamt 51 Wasserrechtsverfahren notwendig, von denen bisher 21 bereits planfestgestellt sind.

Die Braunkohlesanierung erfordert den Einsatz erheblicher finanzieller Mittel der öffentlichen Hand. Bis Ende 2012 werden insgesamt rund 9,39 Mrd. € für die Bewältigung der Bergbaualtlasten und die Gestaltung der neuen Landschaften eingesetzt worden sein.