Ergebnisse

In den Revieren des Braunkohlenbergbaus Mitteldeutschlands und der Lausitz findet seit Anfang der 90er Jahre ein deutlich sichtbarer Landschaftswandel statt. Nach der Stilllegung der Mehrzahl der Tagebaue und Veredlungsanlagen wurde unverzüglich mit der Beseitigung der Bergbaualtlasten begonnen. Die gemeinsamen Anstrengungen der an der Braunkohlesanierung beteiligten Akteure (siehe auch LMBV) führten bis heute zu beeindruckenden Ergebnissen.

Ferropolis 2007 (© LMBV/Radke)

In den letzten zwei Jahrzehnten wurde ein erheblicher Teil der Sanierungsaufgaben erfolgreich bewältigt. So konnten mittlerweile fast die gesamten Abbruchleistungen realisiert werden. Auch bei den Massenbewegungs- sowie den Massenverdichtungsleistungen ist ein hoher Erfüllungsgrad erreicht worden, so dass im Wesentlichen nur die Arbeiten an den geotechnisch besonders anspruchsvollen Teilbereichen verbleiben. Außerdem konnten bereits über drei Viertel der Maßnahmen zur Flächenrekultivierung abgeschlossen werden. Bei der Sanierung der Altlasten und der Wiederherstellung des Wasserhaushalts ist allerdings noch rund ein Drittel der notwendigen Leistungen zu erbringen. Gerade hierbei ergeben sich immer wieder neue Anforderungen, die in der weiteren Planung und Durchführung der Braunkohlesanierung zu berücksichtigen sind (Quelle: LMBV-Sanierungsbericht 2010).


Flutungsanlage Berzdorfer See 2009 (© LMBV/Radke)

Darüber hinaus beeinflussen unvorhersehbare Ereignisse den Sanierungsprozess. So muss im Ergebnis der Böschungsrutschung am Concordia See bei Nachterstedt (bei der tragischerweise drei Menschen tödlich verunglückten) die Zwischenutzung des Gewässers bis zur Klärung und Beseitigung der Ursachen unterbrochen werden. Ebenso ist infolge der vor allem im Jahr 2010 in der Lausitz aufgetretenen Grundbrüche eine Reihe von Standorten geotechnisch neu zu bewerten. Die Sanierungskonzeptionen sind dabei nicht infrage gestellt, aber mit zusätzlichen Maßnahmen zu ergänzen. Daraus ergeben sich außerordentliche Herausforderungen für die weitere Gestaltung und Finanzierung der Braunkohlesanierung.

Deren Schwerpunkt liegt nunmehr auf der qualitätsgerechten Herstellung der Bergbauseen, der Gestaltung deren Umgebung und der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Mit der zügigen Bewältigung der neuen Anforderungen wird die Flexibilität der Organisation und der Akteure der Braunkohlesanierung unter Beweis gestellt .

Die neu gestalteten Landschaften bilden eine solide Grundlage für die Zukunft der Regionen. Sie eröffnen wirtschaftliche Perspektiven vor allem in der Freizeit- und Tourismuswirtschaft und für die Schaffung neuer Gewerbe- und Industriearbeitsplätze.